Thomas Ploder: Gemeinde Mieming muss den Rotstift spitzen

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Die Plateaugemeinde investiert derzeit in die Seeben- und Feldernalpe. Die Sanierung des Sportplatzes ist mit einer Million teurer als erwartet.

Mieming – Über weite Strecken bestimmten die Finanzen die jüngste Sitzung des Mieminger Gemeinderates. Dank des heißen sonnigen Sommers erwirtschaftete das Schwimmbad in Barwies alleine aus Eintritten 34.000 Euro. Dazu kommen noch rund 4000 Euro vom TVB als Abgeltung für Freieintritte mit Gästekarte. Von einem „optimalen Ergebnis“ sprach BM Franz Dengg. Nach einem Einbruch auf 16.000 Euro im Vorjahr wurde wieder ein erhofftes Ergebnis erreicht.

Weil auf der Seebenalpe nach dem Ausfall der UV-Anlage Trinkwasserprobleme auftraten, wurden für deren Erneuerung 6000 Euro, den Tausch der Akkumulatoren 5400 Euro und 1300 für die Adaptierung der Brandmeldeanlage aufgewendet. Eine erste Maßnahme, die im Zuge des Umbaus der Hütte abgeschlossen werden wird: Um den entsprechenden Baubescheid zu erhalten und mit den geplanten Umbaumaßnahmen beginnen zu können, muss zum Schutz der Hütte ein Wall errichtet werden. Die Kosten für Planung und Umsetzung dieser Schutzeinrichtung belaufen sich auf etwa 30.000 Euro.

Auf der Feldernalpe schreiten die Bauarbeiten bereits voran. Der Gemeinderat beschloss die Vergabe der anstehenden Gewerke um knapp 250.000 Euro brutto, mit den bereits zuvor erteilten Aufträgen ergibt sich ein aktueller Vergabestand von 627.000 Euro. Die Finanzierung des Projektes gestaltet sich, wie erwartet, schwierig. Aus dem Vermögen der Agrargemeinschaft stehen 127.000 Euro zur Verfügung. Dazu werden aus den Rücklagen der AG Obermieming etwa 280.000 Euro auf das Baukonto transferiert. Die fehlenden rund 300.000 Euro sollen aus dem Erlös eines oder mehrerer Grundstücke kommen.

Große Summen verschlingt auch die Erhaltung der Infrastruktur. Weil der geplante Ausbau des Hauses der Kinder in diesem Jahr nicht erfolgen wird, können rund 100.000 Euro im Budget verschoben und für die dringendsten Asphaltierungen verwendet werden. In der Frage der Sanierung der Sportanlage scheint eine schnelle Lösung nicht in Sicht. Erste Vermutungen sprachen von Kosten in der Größenordnung von 500.000 Euro, eine nun vorliegende Kostenschätzung eines Experten weist ein Gesamtvolumen von mindestens einer Million aus. Geld, das Mieming nicht alleine aufbringen kann. Jetzt werden die Fördermöglichkeiten ebenso geprüft, wie Alternativen zu deutlich geringeren Kosten.

Quelle: www.tt.com
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