Thomas Ploder: Für zehn Jahre in Stein gemeißelt

Das Interesse an der Präsentation des neuen Raumordnungskonzeptes für die Plateaugemeinde war groß, viele Fragen gab es nicht. Foto: Ploder

Die Gemeinde Mieming präsentierte den Bürgern ihr Raumordnungskonzept.

Drei Jahre erforderten Änderungen, Ergänzungen und die Berücksichtigung zwischenzeitlich erfolgter Gesetzesänderungen, bis der Entwurf den Kriterien der Vorprüfung durch das Land entsprach. Im Rahmen der obligaten Bürgerversammlung im Mieminger Kulturstadel stellte Raumplaner Erwin Ofner den zahlreich anwesenden Bürgern das Raumordnungskonzept vor. BM Franz Dengg ergänzte die politischen Hintergründe. Vor allem betraf dies den Bereich der Baulandentwicklung. Hier setzt die Gemeinde auf tatsächlich verfügbare Flächen. Wie Dengg weiter erklärte, bestünden ausreichend private Baulandwidmungen, man könne „die Eigentümer aber nicht zum Verkauf zwingen“. Insgesamt wolle man „eine kompakte Dorfentwicklung betreiben“, Erweiterungen sowohl nach Norden wie nach Süden ermöglichen. Dies sei auch in Bezug auf die Infrastruktur, beispielsweise die Kindergärten und Schulen, zielführend.

Rückfragen aus dem Plenum blieben weitgehend aus. Die Atmosphäre im Saal änderte sich jedoch, als der Dorfchef darauf verwies, dass in den nächsten zehn Jahren Widmungen nur dann möglich sein werden, wenn das Raumordnungskonzept diese vorsieht. Nur bei erheblichem öffentlichem Interesse werden Ausnahmen in Einzelfällen in aufwändigen Verfahren eventuell genehmigt. Obwohl zu diesem Punkt jede Wortmeldung ausblieb, waren die Überlegungen einzelner Anwesender geradezu greifbar, welche Anträge jetzt noch gestellt werden sollten, um eigene Interessen abzusichern.

BM Dengg zeigte Verständnis für die Haltung, Persönliches in der Öffentlichkeit nicht zu besprechen. Er verwies auf die Möglichkeiten persönlicher Gespräche und schriftlicher Einsprüche bis längstens zwei Wochen nach Ablauf der Auflagefrist. Außerdem betonte er, dass die derzeitigen Genehmigungen von Fristverlängerungen mit 26. Februar auslaufen, danach bis zur Rechtskraft des neuen Raumordnungskonzeptes keine Widmungen mehr möglich seien. Dengg bat deshalb darum, „wichtige Argumente jedenfalls vorzubringen, das Verfahren aber nicht unnötig zu verzögern“. (tp)