Thomas Ploder: Kulturstadl-Lösung nicht in Sicht

Der Kulturstadl in Untermieming bleibt umstritten.Foto: Ploder
Die ungeklärte Frage nach der zukünftigen dauerhaften Nutzung des denkmalgeschützten Stadls in Untermieming erhitzt nach wie vor die Gemüter. Sträubte sich ursprünglich vor allem die Opposition gegen einen Kulturstadl als einzige mögliche Alternative, so scheinen die Fronten inzwischen weniger verhärtet. Ansätze für eine weitere Entwicklung scheinen aber nicht in Sicht und werden wohl auch noch den kommenden Gemeinderat intensiv beschäftigen. Der Antrag, eine Arbeitsgruppe aus Befürwortern und Gegnern, Gemeinderäten und Repräsentanten von Jugend und Kultur mit der Lösungsfindung zu befassen, fand in der Gemeinderatssitzung keine Mehrheit. Gleiches gilt für den Antrag, im Fall des Scheiterns der Arbeitsgruppe oder als deren Alternative mit einem Budget von 5000 Euro Experten mit der Suche nach Alternativnutzungen zu beauftragen. Das zentrale Argument, das gegen eine nicht näher definierte große Lösung spricht, lag bisher stets in den hohen Kosten. In der Vergangenheit wurden bereits mehrfach Teilsanierungen am Gebäude vorgenommen und erhebliche Summen investiert. „Wir können und dürfen den denkmalgeschützten Stadl nicht verfallen lassen“, argumentiert BM Franz Dengg, „die bisherigen Arbeiten betrafen alle die Sicherung der Substanz.“ Die Gegner einer Nutzung als Kulturstadl vermuten hinter der geübten Vorgehensweise jedoch eine Strategie, durch die Teilung in einzelne Schritte die Gesamtkosten der angestrebten Adaptierungen verschleiern zu wollen. Wie erste Äußerungen einzelner wahlwerbender Gruppen vermuten lassen, dürfte der Stadl auch im Wahlkampf der bevorstehenden Gemeinderatswahl zu den inhaltlichen Themen zählen. Mit einer Lösung der Nutzungsfrage vor Ende Februar ist deshalb nicht zu rechnen. (tp) Quelle: Kulturstadl-Lösung nicht in sicht